Wandergruppe Reise nach Spiekeroog

 

Die Wandergruppe an der Nordsee vom 08.08. bis 12.08.2018

 

Am 8. August, dem letzten Ferientag in Niedersachsen, ging es früh in Osnabrück los. Wir hatten uns für die Bahnfahrt entschieden, weil Spiekeroog autofrei ist und wir ökologisch sinnvoll reisen wollten. Mit 18 Personen galten wir deshalb für die Fähre bzw. den Gepäcktransport als Gruppe.

Von Neuharlingersiel ging es um 10:10 Uhr mit der Fähre zur Insel, wo wir kurz vor 11:00 Uhr ankamen. Unser Gepäck wurde in einem eigenen Container zu unserem Quartier, dem Evangelischen Jugendhof, gebracht. Die Insel bereitete uns einen sonnigen Empfang. Nach dem Bezug der Zimmer konnten wir gleich das Mittagessen holen. Das Haus 4 des Jugendhofs, das Ludwig Kaiser Haus, ist ein altes denkmalgeschütztes Gebäude mit modernem Anbau. Dies ist auf Spiekeroog das einzige Haus, von dem man das offene Meer sehen kann. Nach dem Kaffee starteten wir zu unserer ersten Wanderung, dem sogenannten "Dünenspaziergang", auf dem man auf Informationstafeln etwas über die Besonderheiten der Orte und die Entwicklung der Dünen erfahren kann. Ein kräftiger Schauer trieb uns in die Inselkirche. Danach konnten wir die Wanderung fortsetzen und schließlich von der südlichen Aussichtsdüne einen Blick über die Insel werfen. Die Dünen dürfen sonst nicht betreten werden, weil der Strandhafer, der mit einem bis zu 8 m langem Wurzelgeflecht den Sand festhält und damit die Insel schützt, nicht trittfest ist. Am Abend saßen wir bei Bier/Wein zusammen, um uns kennenzulernen.

 

 

Am Donnerstag hatten wir um 14:00 Uhr einen Termin zu einer Führung vom Naturparkhaus aus auf die Ostplate, dem in letzter Zeit neu entstandenen, sehr flachen Bereich der Insel. Hier stehen viele Bereiche oft unter Wasser. Die Ostplate ist wie die Ruhezone wegen der Brut und Aufzucht der Jungvögel bis Ende Juli gesperrt. Als wir nach ca. 2 km durch die schöne Dünenlandschaft im Nationalparkhaus ankamen, stellte sich heraus, dass wir den Weg auf die Ostplate wegen eines aufziehenden Gewitters nicht antreten konnten. Der Leiter des Nationalparkhauses gab uns an einem Modell Informationen zur Insel und ihren Besonderheiten und konnte uns die Ostplate nur von einer Aussichtsplattform aus zeigen, die in der Nähe des Nationalparkhauses lag. Danach konnten wir uns die Ausstellung im Nationalparkhaus ansehen, bis das Gewitter vorbei war oder versuchen, noch vorher in den Ort zu kommen. Die Wanderer*innen entschieden sich unterschiedlich. Zum Abendessen trafen wir uns wieder.

Für Freitagnachmittag war eine geführte Wattwanderung - natürlich bei Ebbe - geplant. Das Watt war durch den Regen extrem glitschig. Besser ging es sich in den kleinen Prielen, die durch die Strömung freigespült wurden. Wir haben viel über die Lebewesen im Watt wie Muscheln, Schnecken und verschiedene Wurmarten - natürlich den Wattwurm - erfahren und die Pflanzen, vor allem die Kieselalgen, die als brauner Belag den Boden bedecken.

 

 

Am Samstag haben wir dann den "Dünenspaziergang" vollendet. In den Dünentälern findet sich Heidelandschaft und sogar Wald. Die Dünenkuppen sind immer baumlos, wie die Berggipfel in den Alpen. Die Höhenzonierung in den Alpen hängt mit der Temperatur zusammen, während auf den Inseln der salzhaltige Wind dafür sorgt, dass Bäume nicht auf den Dünen stehen und sie auch nicht überragen, denn dann findet der “Windschnitt “statt. 

Das Essen im Jugendhof war sehr gut und auch spezielle Wünsche wurden berücksichtigt. Aber die Krönung gab es am letzten Abend mit Fisch- und Käseplatten und Baguette .

Am Sonntag ging es dann mit Fähre, Bus und Zug zurück nach Osnabrück.